2025
Two thousand twenty five
Bürgstadt, 31. Dezember 2025. Letzter Blogeintrag, letzten Worte
Scheiße ey, das Jahr geht zu Ende. Und das finde ich (glaube ich) echt doof.
Wenn ich an all das zurück denke man. Sorry für diese (schonwieder) Schwärmerei von MeinSchiff. Der Scheiß, der lässt mich nicht los.
Und jetzt? Lebe ich einfach in einem anderen Land. War dieses Jahr auf zwei Kreuzfahrtschiffen. Hab 22 Länder mit 11 Karibischen Inseln gesehen. Kam im März wieder. Hab mich in Wien beworben. Ging nochmal. Nach LA. Hollywood. Arme Mama. Sah wahrscheinlich häufiger die Verkäuferin beim Bäcker als ihre Tochter dieses Jahr.
Hab Dinge gesehen, erlebt. Durfte in BigApple sein. Zwei mal den Atlantik überqueren. Ihr kennt ja den ganzen Kram. Ich rede eh viel zu oft davon. UPS.
Ich kann das alles gar nicht verstehen. Verarbeiten. Erwische mich oft, viel zu oft durch meine Galerie swipen. Schon fast heulen, wenn ich auf Februar tippe oder im Mai gelandet bin. Oder "heute vor einem Jahr" auf Snapchat angezeigt wird. Strände. Menschen. Menschen, mit denen ich jetzt wirklich zusammenlebe. So richtig. In meine eigenen vier Wände. In einer Hauptstadt. 671 km von zu Hause.
Easy. Ne, eigentlich nicht. Komisch vielleicht. Wie ganz viel dolle sich das Leben in einem Jahr ändern kann. Letztes Jahr Abi gemacht. Und jetzt bin ich wo anders. Vielleicht auch wer anders?
Ich bin dankbar für das Jahr. Ich habe Orte gesehen, die mein Opa nie gesehen hat. Durfte Menschen kennenlernen, die mir eine andere Sichtweise auf Situationen geben. Sagen, Michelle, ey hör zu, alles halb so wild. Zwei Freundinnen, die jetzt meine Familie sind. Hab die Möglichkeit zu studieren. Das, wofür ich brenne. Mir Spaß macht. Darf arbeiten gehen. Bin stolz, dass ich mein eigenes Geld nebenbei verdiene.
Eigentlich bin ich doch auch nur eine von vielen. Eine junge Frau, die ihr Leben, glaubt sie, ganz gut im Griff hat. Mit einem Blog. Wer auch immer sich für ihr Leben interessiert. So süß, dass ihr euch die Zeit nehmt und das hier lest. 🥹
Ich möchte in diesem Beitrag, heute, einfach noch einmal unterstreichen, dass dieses Jahr so prägend war. So intensiv. Ich hab mich verloren und wieder gefunden. Leben war schön. Leben war tough. Aber würde alles genauso noch einmal wieder machen. Nichts davon ändern. Auch wenn ich in dem einen Moment so tief geheult habe. Mir es so scheiße ging. Ich mitten auf dem Ozean in meiner Kabine nach Hause, nach Deutschland wollte. Nach Hause, damit ich mal kurz durchatmen kann. Nach Hause, dass ich einmal ausschlafen kann.
Das alles wird schon einen Sinn gehabt haben. Crazy, dass alles ausnahmslos so gelaufen ist, wie ich wollte. More or less natürlich. Ich meinen Traumstudiengang studiere. Ich in meiner Traumstadt bin. In meiner Traum-WG.
Ich will die Welt, mein Leben nicht pink malen. Will nicht so tun, als ob ich alles weiß. Denn das tue ich überhaupt nicht. Nicht alles so glorifizieren. Ich will nicht dass der Eindruck entsteht, ich will alles toll reden. Auf gar keinen Fall.
Ich hab genug Struggle. Jeder hat sie. Wer sie nicht hat, behaupte ich, lügt.
Neulich saß ich heulend in meinem Zimmer, weil ich das Panzerglas nicht ohne Luftblasen auf mein Handy drauf kleben konnte. Und ichs beim zweiten Versuch auch nicht hinbekommen hatte. Das war dieser Trigger Punkt. Wenn sich alles vom Tag, der Woche anstaut und alles dann einfach raus muss. Der Moment, wo man sein ganzes Leben überdenkt, scheiße man was mach ich hier.
So ist das manchmal. Und das ist okay.
2025 war krass. Das Krasseste.
Heute in einem Jahr wird sich wahrscheinlich nichts groß verändert haben. Cool, ich bin im dritten und nicht im ersten Semester dann. Alles Außenrum, mein Environment, wird same same bleiben. Mein Vision Board für nächstes Jahr steht ja schon hihi. Das natürlich nicht so spektakulär wird, wie dieses Jahr. Aber irgendwann muss man sich settlen und vorankommen.
Ebenfalls: letztes Jahr Silvester kann eh nicht übertroffen werden. Ich erzähle euch nicht was da abging.
viel, ganz viel RumPunsch+2,5h Schlaf +am nächsten Tag Frühstücksdienst an einem Seetag 🔫.
Ich wünsche jedem, dass er irgendwann genau das findet, was er sucht. Nach was man sich sehnt. Was man sich wünscht. Jeder junge Mensch durchläuft diese Zwischenphase wo man nicht weiß, wo man hingehört. Doch hat man einmal sein Ding gefunden, geht alles sein Weg. Wie bei mir dieses Jahr. Bloß weitersuchen und die Äuglein öffnen, ja?
Nun, ich denke fast jeder in meinem Umkreis weiß, wo er sich zumindestens die nächsten drei Jahre sieht. Ob hier oder da, jeder aus meinem Jahrgang macht jetzt das, worauf er Bockt hat. Ob für immer? Wird sich zeigen.
Das Jahr hat ein Ende. Mein Leben einen Neustart. Danke für 2025. Danke für die Möglichkeiten, die ich hatte. Danke für die Menschen, die ich treffen durfte. Danke für die Tränen, die nun mal sein mussten. Danke für die Orte, die Michelle gnadenlos attackierte. Danke, dass ihr meinen Blog lest. Danke, dass ich den Mumm hatte, ihn euch zu präsentieren.
Seid nächstes Jahr nicht zu streng mit euch. Das wäre doch schade.
And with that, the 2025 comes to an end,
Good night!
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