eine gewöhnliche Sommerwoche

im Leben eines gewöhnlichen Mädchen 

Wien, 01. Juni 2026. Ach wie schön.

 

Der Wiener Sommer hat schon einiges zu bieten. Und ich weiß, ich rede wirklich sehr oft darüber, aber was soll ich tun. Es gibt halt auch viel zu erzählen. Und viel zu erleben. 

Diese Woche war wirklich ein kleiner Traum. Ob mit einem Aperölchen in der Donau geschwommen, zum Geburtstag zu Kaffee und Kuchen eingeladen, am Prater am Abend Breakdancer gefahren. Nie hatte ich einen Pulli mit, weil der wurde sicherlich nicht benötigt.

Was mir auch extrem aufgefallen ist diese Woche, das ich wirklich immer lange aus dem Haus bin. Ich wache auf, mache mir mein Frühstück, ab 10 Uhr geistere ich in der Weltgeschichte herum, erledige meinen Kram, treffe mich immer mit meinen Freundinnen und abends gegen 22 oder mal 23 Uhr stolziere ich nach Hause, dusche meist bereits zum zweiten Mal an diesem Tag und schlafe mit offenen Fenster und nur mit meiner Tagesdecke ein.

Man versucht schließlich immer irgendwelche Aufgaben, Erledigungen zu verbinden. Selten verlasse ich das Haus, nur um einkaufen zu gehen. Ich gehe erst ins Gym, davor noch in den DM, dann wird der Lidl geplündert, ein Paket abgeholt und dann erst wieder nach Hause gegangen.

Zuerst gehts an die Donau, man verlässt sein trautes Heim frühs gegen 11, nimmt seine Klamotten zum arbeiten direkt mit, verbindet alles miteinander und kommt abends nach Feierabend gegen 23 Uhr nach Hause.

Die Wege sind schon immer gut zu laufen. Man kommt hier definitiv auf seine Schritte, selbst wenn man nur mal zur Uni oder kleinere Dinge erledigt. Die Stadt ist halt groß. Ein Auto, das besitzt man hier meist nicht. Alles wird geschleppt, ob es die Einkäufe, Pakete oder irgendwelche Möbel sind, wenn man bei einem Umzug hilft. Grüße gehen raus an meine Freundin, deren Bettgestell wir von willhaben, die Ebay-App in Österreich, eine halbe Stunde durch die Prärie von A nach B geschleppt haben. 

Uni, das ist bis jetzt noch Nebensache gewesen. Ja, okay, im Sommersemester ist das Studium wirklich ein Sidequest. Mal wird sie geskippt, mal fällt sie sowieso aus, was zu unserem Glück tatsächlich relativ häufig passiert, mal ist sie online. Oder wir gehen einfach nicht hin weil wir keine Lust haben und lieber durch die Innenstadt mit einem Eis laufen.

Nun, ab nächster Woche beginnt der Ernst des Lebens eines Studenten aber trotzdem wieder, weil die Prüfungen dann doch einiges von einem abverlangen. Aber das sollte eine Sorge von der Zukunft-Michelle sein. Erstmal genießen wird gerade noch die viele freie Zeit und alles außenrum.

Arbeit läuft wieder bestens. Da ich letzte Woche wegen unseres Dolomiten Trips pausieren musste, habe ich mich irgendwie sehr gefreut wieder da zu sein. Das Team ist wirklich toll, meine Chefs ebenfalls und den Spaß lass ich mir bei der Arbeit auch nicht entgehen. Auch wenn es bedeutet auf den Wunsch meines Chefs mir ein Aperol zu bestellen und mit ihm und seinen Business-Kumpels zu trinken.

Nein, nein ich kann mich wirklich nicht beschweren.

Ich hab neulich auch wirklich sehr das online journal für mich entdeckt. Glaubt mir, da ist so viel in meinen Kopf drinne, das wenn ich das per Hand aufschreiben würde ich Tage brauchen würde. Und meine Hand würde extrem darunter leiden.

Am Anfang war ich voll skeptisch: es ist natürlich nicht das Gleiche wenn man von einem analogen Tagebuch auf eine App auf dem MacBook wechselt.

Da ich das tippen schon wirklich sehr gerne mag, mein 10-Finger-schreiben seit der 6. Klasse jährlich besser wird, sitze ich jeden Abend in meinem Bettchen und schreibe mir alles von der Seele. Alles was ich verarbeiten muss, was mich an Menschen heute genervt hat, was mich beschäftigt oder am einschlafen hindert.

Und das tut so gut. Einfach zu schreiben, zu sagen, was Sache ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Meine ganz persönliche ausführliche Meinung zu Dingen, die mich inspirieren, oder die mir wirklich meine letzten Nerven rauben.

Mein Schlaf ist auf jeden Fall so viel besser. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht mehr so viele Gedanken mit ins Bett nehme, vielleicht daran, dass ich immer mehr Frieden mit meinen Gedanken finde. Dieses schreiben, das gibt mir so viel. Und ich bin ein stückweit Stolz, dass ich das mit euch teilen darf.

Ja klar, es gibt nicht immer nur die schönen Momente. Man darf auch mal mit Sachen strugglen, die einen nerven. Aber das ungefilterte runterschreiben, seine Sichtweise. Den Kopf, die Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich denke das hilft.

Okay, genug geschrieben. Habt eine schöne Woche, journaling kann ich empfehlen, ich werde jetzt etwas essen und mir die Doku von Arda reinziehen, weil ich diesen Typen einfach insane finde. Er sagt so viele tolle Sachen, er hat ein großes Herz und er ist ein Macher. Mehr gibts denke ich nicht zu sagen.

Ciao Kakao ihr lieben, grüße gehen raus!!! <3